Erfurt (dpa) - Vier Jahre nach ihrer Gründung hat die Linke ihr erstes Grundsatzprogramm beschlossen. Beim Erfurter Parteitag stimmte am Sonntag eine große Mehrheit der Delegierten dafür.

Mit dem Programm strebt die Linke einen radikalen Systemwechsel zu einem demokratischen Sozialismus an. Sie setzt sich für die Verstaatlichung von Banken, für die 30-Stunden-Woche und die Auflösung der Nato ein.

Die genaue Auszählung der Stimmen dauert noch an. Partei- und Fraktionsführung haben 90 Prozent Zustimmung als Zielmarke ausgegeben. Das letzte Wort haben die rund 70 000 Mitglieder in einer Urabstimmung, die bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll. Parteichef Klaus Ernst bezeichnete das Programm vor der Abstimmung als «Meilenstein in unserer Geschichte».

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