Frankfurt/Main (dpa) - Vor dem mit Spannung erwarteten Krisengipfel und dem Bundestagsvotum zum Euro-Rettungsfonds haben sich die deutschen Aktienindizes am Mittwoch uneinheitlich entwickelt. Am Mittag stand der Dax mit 0,15 Prozent im Plus bei 6056 Punkten, der MDax gab 0,18 Prozent auf 9049 Punkte ab.

Der TecDax drehte nach Startverlusten mit 0,22 Prozent auf 702 Punkte ins Plus. Händlern zufolge warten die Anleger gespannt auf einen «Masterplan» für Europa. Aktienhändlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets erwartet allerdings noch keine konkrete Lösung, da keine zahlenmäßige Einigung gefunden sei.

Auf Unternehmensseite nimmt die Bilanzsaison weiter Fahrt auf. Unter anderem berichteten Merck und Krones über den jüngsten Geschäftsverlauf. Im Dax kletterten die Anteile am Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merk nach einer laut Analysten besser als erwartet ausgefallenen Bilanz mit plus 6,75 Prozent auf 64,03 Euro an die Spitze. Ein Händler lobte ebenfalls die Zahlen, sah die Marge im Flüssigkristall-Geschäft allerdings etwas schwächer als angenommen. Krones-Papiere rutschten dagegen mit minus 4,24 Prozent auf 36,600 Euro ans MDax-Ende. Börsianer und auch Analysten werteten die Zahlen des Herstellers von Getränkeabfüll-Anlagen als enttäuschend.

Die Aktien von Celesio rutschten nach einer Prognosesenkung kräftig ab, sie reduzierten das Minus aber zuletzt auf 0,69 Prozent. Händler sprachen zunächst von «einer weiteren Enttäuschung». Der Abgang des Finanzchefs sorge für weitere Unsicherheit bei dem Pharmahändler. Der Unternehmenschef sprach dann aber von tief schwarzen und keinen roten Zahlen im dritten Quartal.