Berlin (dpa) - Die Abstimmung im Bundestag über den Euro-Rettungsschirm EFSF und die Entwicklung auf dem Krisengipfel zum Euro im Live-Ticker:

[11:26] +++ Japan will gegen rekordstarken Yen vorgehen +++

Die japanische Regierung will offenbar zusätzliche Schritte gegen den rekordstarken Yen ergreifen. Man werde entschieden gegen die Yen-Stärke vorgehen, sagte Japans Finanzminister Jun Azumi in Tokio. «Die spekulativen Bewegungen sind zuletzt sehr stark gewesen.» Eine weitere Aufwertung des Yen würde insbesondere die exportorientierte Wirtschaft Japans treffen. Um dies zu vermeiden, werde keine Option ausgeschlossen, unterstrich Azumi. Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung «Nikkei» will die japanische Notenbank ein eintägiges Sondertreffen zu dem Thema abhalten. Der Yen notiert zum Dollar derzeit so stark wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Auch zum Euro ist die japanische Währung zuletzt gestiegen. Hintergrund ist die hohe Unsicherheit unter den Investoren, die wegen Schuldenkrise und Rezessionsängsten immer stärker sogenannte «sichere Häfen» anlaufen.

[11:08] +++ Banken und Euro-Länder weit auseinander bei Athen-Paket +++

Banken und Euro-Länder liegen beim angestrebten höheren Gläubigeranteil an einem zweiten Griechenland-Paket nach wie vor weit auseinander. Die Finanzwirtschaft hat nach Angaben aus Verhandlungskreisen in Brüssel zwar ein neues Angebot für einen Forderungsverzicht vorgelegt. Dies wird von den Euro-Ländern aber weiterhin als unzureichend abgelehnt.

[10:57] +++ Union geht von eigener Mehrheit bei Euro-Abstimmung aus +++

Die Unionsfraktion im Bundestag geht von einer breiten eigenen Mehrheit der Koalitionsfraktionen bei der Abstimmung über eine Stärkung des Euro-Rettungsschirms EFSF aus. «Das sind zwei starke Signale der Handlungsfähigkeit», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Altmaier (CDU) im Deutschlandfunk. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) werde «mit einem klaren und ganz breiten Mandat des Deutschen Bundestages gestärkt nach Brüssel fahren».