Brüssel/Berlin (dpa) - Die Verhandlungen zwischen Banken und Euro-Ländern über einen höheren Gläubigeranteil an einem zweiten Griechenland-Paket verlaufen weiter stockend. Die Gespräche seien unterbrochen worden, verlautete am Mittwochnachmittag aus Verhandlungskreisen in Brüssel.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Finanzwirtschaft zwar ein neues Angebot für einen Forderungsverzicht vorgelegt hat. Dies wurde von den Euro-Ländern aber bisher als unzureichend abgelehnt. Zuletzt hieß es, Banken hätten bei einem Schuldenschnitt einen Forderungsverzicht von 40 Prozent auf den Nennwert der Anleihen angeboten.

Zudem beharren die Banken auf hohe Absicherungen neuer Staatsanleihen für Athen. Die Euro-Staaten verlangen dagegen einen Schuldenschnitt von «mindestens 50 Prozent». Diskutiert wird auch über einen Abschlag von nominal 60 Prozent.

Im Juli hatten private Banken und Versicherer einen freiwilligen Forderungsverzicht von 21 Prozent bei griechischen Staatsanleihen sowie eine Laufzeitverlängerung zugesagt.