Berlin (dpa) - Die schwarz-gelbe Koalition hat bei der Abstimmung über die Stärkung des Euro-Rettungsschirms EFSF unerwartet die eigene Kanzlermehrheit erreicht.

Von insgesamt 596 abgegebenen Stimmen kamen am Mittwoch im Bundestag 311 aus den Reihen von CDU, CSU und FDP, ergibt sich aus den Abstimmungslisten, die der Bundestag am Mittwoch in Berlin verbreitete.

311 ist genau die für eine absolute Mehrheit notwendige Stimmenzahl der insgesamt 620 Abgeordneten. Die 311 Stimmen wurden trotz Abweichlern in den eigenen Reihen und abwesenden Parlamentariern erreicht.

Der Bundestag hatte mit der großen Mehrheit von 503 der 596 abgegebenen Stimmen ein Mandat für die Kanzlerin erteilt, mit der sie in Brüssel über die Stärkung des Euro-Rettungsfonds EFSF verhandeln kann. 89 Parlamentarier votierten mit Nein, 4 enthielten sich.

Nach der Bundestagsauszählung stimmten 224 Abgeordnete von CDU und CSU für den Entschließungsantrag und 87 von der FDP. Bei der Union gab es 9 Nein-Stimmen, bei der FDP 5. Ein Unionsabgeordneter enthielt sich.

BGA