Dortmund (dpa) - Die Ausschreitungen der eigenen Anhänger beim Pokalduell am Dienstagabend bei Borussia Dortmund haben für Dynamo Dresden ein Nachspiel. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt gegen den Zweitligisten.

«Der Kontrollausschuss hat die Ermittlungen aufgenommen», bestätigte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker der Nachrichtenagentur dpa. «Das Spiel stand unter Sicherheitsaufsicht. Wir erwarten jetzt den Bericht zu den detaillierten Vorkommnissen. Dazu werden Videoaufzeichnungen ausgewertet, um mögliche Straftäter zu identifizieren», sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert.

Die Dresdener könnten empfindlich bestraft werden, denn ihre Anhänger gelten als Wiederholungstäter. Am Dienstagabend hatten sie Polizisten angegriffen und durch Pyrotechnik sowie Böller im Stadion dreimal eine Spielunterbrechung erzwungen. Nach dem Spiel randalierten sie weiter.

«Bei den Ausschreitungen handelt es sich neben dem unerlaubten Abbrennen von Pyrotechnik um massiven Vandalismus und gewaltsames Vorgehen gegen Polizeibeamte und Ordnungskräfte», sagte Große Lefert. Es sei ein erheblicher Sachschaden im Stadionbereich entstanden. Nach Angaben des BVB belaufen sich die Kosten auf rund 150 00 Euro. So seien Verkaufsstände und Toiletten demoliert sowie über 200 Sitzschalen herausgerissen worden.