Tripolis/Brüssel (dpa) - Die Nato hat die endgültige Entscheidung über das zum Monatsende geplante Ende ihres Militäreinsatzes in Libyen verschoben. Damit reagierte das Bündnis auf eine Bitte der libyschen Regierung, den Einsatz um einen Monat zu verlängern.

Nato-Beamte bestätigten in Brüssel, eine für Mittwoch geplante Entscheidung des Nato-Rates sei zunächst auf Freitag vertagt worden. Zuvor hatte auch der Nachrichtensender Al-Arabija gemeldet, Libyen habe um eine Verlängerung des Lufteinsatzes gebeten. Die Botschafter der 28 Nato-Staaten hatten am vergangenen Freitag vorläufig beschlossen, den seit Ende März laufenden Militäreinsatz zum 31. Oktober zu beenden. Die endgültige Bestätigung war am Mittwoch vorgesehen. «Es scheint uns sinnvoll zu sein, noch etwas länger mit den Libyern und auch mit den Vereinten Nationen zu beraten», hieß es bei der Nato in Brüssel.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen stehe sowohl mit dem Vorsitzenden des libyschen Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, als auch mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kontakt. Die Nato hoffe auf eine rasche Entscheidung der UN über eine mögliche Nachfolgemission für Libyen. Dschalils Stellvertreter Ali al-Tarhuni hatte bereits am Dienstag erklärt, es sei besser, der Luftwaffen-Einsatz der Nato-Staaten würde um einen Monat verlängert.

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