Greater Noida (dpa) - Streckenarchitekt Hermann Tilke rechnet mit einer reibungslosen Formel-1-Premiere in Indien. «An den Hochbauten wird noch etwas gewerkelt, aber die Strecke ist soweit fertig», sagte der Deutsche im Interview der Nachrichtenagentur dpa.

Am Sonntag wird der erste indische Grand Prix in Greater Noida vor den Toren Neu Delhis gestartet. «Es ist alles in Ordnung.» Die Proteste von ansässigen Bauern, die sich beim Verkauf des Landes geprellt sehen, hat Tilke zwar mitbekommen, erklärte aber: «Wie man versichert hat, ist das kein Hindernis.»

Die stetige Expansion der Formel 1 in neue Länder ist für den Sauerländer logisch und richtig. «Man muss immer weiter gehen und voraus denken. Indien ist ein riesengroßes Land mit vielen Fans und Potenzial», sagte Tilke. Kein Wunder - wann immer eine neue Strecke gebaut wird, ist der 56-Jährige verantwortlich. Wie in Indien, zuvor unter anderem bereits in Südkorea, wo 2010 erstmals gefahren wurde und so auch in Austin/Texas. Dort steht 2012 die nächste Premiere an.

Erst am Dienstag hatte der US-Staat New Jersey bestätigt, von 2013 an auch ein Rennen vor der Skyline von New York zu veranstalten. Für Tilke ist zudem die Zeit reif für ein Rennen in Afrika. «Es ist sicherlich auch sinnvoll da zu fahren über kurz oder lang, wenn sich das anbietet», sagte Tilke.

Die jüngsten Motorsport-Todesfälle besorgen auch den Streckenplaner. «Man muss sich aber darüber im Klaren sein: Eine hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben», sagte Tilke. «Es kommt der Tag, wo wieder etwas Schlimmes passiert.»