Gera (dpa) - Gut zehn Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen Kameraden in Afghanistan ist ein früherer Bundeswehrsoldat zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht Gera legte ihm fahrlässige Tötung und Ungehorsam in besonders schwerem Fall zur Last. Der 21-Jährige habe die Waffe in Richtung seines Kameraden gehalten und bewusst den Abzugshebel betätigt, so der Richter. Er sei aber davon ausgegangen, dass die Pistole nicht geladen war. Der Angeklagte habe gegen die grundlegende Regel verstoßen, die Waffe nie auf einen Kameraden zu richten.