Keinen Fortschritt gab es offensichtlich beim Thema Transaktionssteuer. Die G20-Staaten stritten weiter über Maßnahmen gegen gefährliche Spekulationsgeschäfte. In der Abschlusserklärung des Gipfels heißt es lapidar: «Wir erkennen die Initiativen zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer in einigen unserer Staaten an.» Damit sind Sarkozys Pläne für die Einführung einer globalen Bankenabgabe auf Finanzgeschäfte gescheitert.

Mit Blick auf die schwache Konjunktur vor allem in Europa und Amerika sagte Sarkozy, es gebe Konsens, jegliche Haushalts-Spielräume zur Wachstumsankurbelung zu nutzen. «Solide Länder» wie China oder Deutschland seien bereit, neue Maßnahmen zu ergreifen, um das Wachstum zu unterstützen.

Zur Ankurbelung der Weltkonjunktur wollen die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) an einem Strang ziehen. Ein «Aktionsplan für Wachstum und Beschäftigung» soll dafür sorgen, dass die Länder enger zusammenarbeiten.

Entwicklungshilfeorganisationen und Umweltschützer kritisierten, dass der Gipfel sich zu sehr auf die Schuldenkrise konzentriert habe. Brennende Themen wie Hunger und Klimawandel seien ausgeklammert worden. Man habe sich auch Fortschritte bei der Einführung einer Transaktionssteuer gewünscht.

Der nächste G20-Gipfel findet im Juni 2012 im mexikanischen Los Cabos statt.

Abschlusserklärung des G20-Gipfels