Ankara (dpa) - Erneut hat ein Erdbeben den Osten der Türkei erschüttert. Die Erdstöße am Mittwochabend erreichten eine Stärke von 5,6.

In der Stadt Van in der gleichnamigen Provinz stürzten mindestens 18 Gebäude ein, darunter zwei Hotels, in denen sich zu dem Zeitpunkt mindestens 70 Menschen aufgehalten haben sollen, berichteten türkische Medien. Bislang seien fünf Personen lebend aus den Trümmern geborgen worden, hieß es.

Türkischen Medien zufolge wackelte die Erde um 21.23 Uhr Ortszeit (20.23 Uhr MEZ). Nach Informationen des Fernsehsenders CNN Turk lag das Epizentrum des Bebens bei Edremit, einer Stadt 20 Kilometer südöstlich von Van. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region - zwei davon mit einer Stärke von 4,5.

Erst am 23. Oktober war die Provinz von einem schweren Beben der Stärke von 7,2 verwüstet worden. Dabei waren mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen. Tausende wurden verletzt, zahllose Gebäude zerstört.

Am Mittwochabend zeigten Fernsehsender Rettungskräfte und Bergungsmaschinen am eingestürzten Bayram Hotel. Der Sender NTV berichtete, dass die Helfer Sicherheitsvorkehrungen getroffen hätten, weil möglicherweise Gas aus einer zerstörten Leitung des Hotels ströme.

Die Provinz Van liegt im Südosten des Landes und grenzt an den Iran. Sie wird mehrheitlich von Kurden bewohnt. Die Türkei wird immer wieder von heftigen Erdbeben heimgesucht.