Hamburg (dpa) - Im EM-Trikot 2012 möchten Lukas Podolski & Co. nicht nur modisch eine gute Figur machen, sondern Fußball-Geschichte schreiben. «Mit diesem Trikot werden wir Europameister 2012», verkündete Podolski bei der Präsentation der neuen Spielkleidung der Nationalmannschaft.

Und der 26-Jährige sagte es auf polnisch. Schließlich findet das Turnier in seinem Geburtsland Polen sowie der Ukraine statt und ist darum etwas «ganz Besonderes» für den Kölner. Beim Testspiel im EM-Endspielstadion von Kiew am Freitag wird das DFB-Team das Trikot einweihen - und das vermutlich sogar erstmals angeführt vom 93-maligen Nationalspieler Podolski als Kapitän.

212 Tage vor dem EM-Auftaktspiel am 8. Juni 2012 durfte Poldi zusammen mit seinen Teamkollegen Thomas Müller, Per Mertesacker, André Schürrle, Mats Hummels, Toni Kroos und Holger Badstuber in der klassisch schwarz-weißen Ausrüstung schon einmal als Model über den Laufsteg schreiten. «Wir werden in dem Trikot gut aussehen. Es gefällt uns allen sehr gut», berichtete der Dortmunder Hummels und betonte: «Das Trikot ist einer Mannschaft, die um den Titel kämpft, würdig.»

Bei einem Titelgewinn würde es wie die Trikots der Weltmeister 1954, 1974 und 1990 sowie der Europameister 1972 und 1996 einen Ehrenplatz im deutschen Fußballmuseum in Dortmund erhalten.

Der Stoff ist glänzend, die Hose schwarz, das Trikot weiß mit V-Ausschnitt. Die traditionellen drei Streifen des DFB-Ausrüsters (Adidas) verlaufen in schwarz-rot-gold dezent und schräg über die Brust. Das Nationaltrikot habe einen hohen ideellen Wert, betonte Bundestrainer Joachim Löw: Es stehe für Attribute wie «Stolz» und «Tradition» und sei in Deutschland «mit großen Erfolgen, Namen und Geschichten» verbunden.

«Seit der WM 2006 im eigenen Land ist auch der Nationalstolz gestiegen. Man hat gesehen, dass Millionen Menschen mit dem Trikot im Stadion auf den Straßen waren. Seit 2010 steht es auch für Multikulti», philosophierte Löw. Das Trikot steigere die Vorfreude auf das Turnier im kommenden Jahr, die Präsentation bedeute einen «Meilenstein» auf dem Weg zur Mission Titelgewinn.

Adidas hofft wie bei den vergangenen großen Fußballturnieren auf einen Verkaufsschlager. «Wir sind überzeugt, dass die EM ein Erfolg für uns wird», sagte Geschäftsführer Günter Weigl. Das DFB-Trikot sei für das Unternehmen aus Herzogenaurach «Ehrensache.» Im Sportfachhandel ist es von Freitag an zum Preis von 59,95 bis 79,95 Euro erhältlich.