Heilbronn (dpa) - Die 36-jährige Verdächtige im Heilbronner Polizistenmordfall hat nach Auskunft der dortigen Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben zu dem Fall gemacht.

Dies teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der baden-württembergischen Stadt unter Berufung auf die Behörden in Zwickau mit. Dort sei die Frau vernommen worden. Ob die Vernehmungen vom Dienstagabend am Mittwoch fortgesetzt worden seien, wisse er nicht.

Die 36-Jährige hatte sich am Dienstag der Polizei in Thüringen gestellt und wurde nach Zwickau überstellt. Sie soll in der sächsischen Stadt mit den beiden mittlerweile toten, mutmaßlichen Bankräubern zusammengelebt haben, bei denen die Dienstwaffen und weitere Gegenstände der 2007 in Heilbronn niedergeschossenen Polizisten gefunden wurden.

Die 22-jährige Michele K. starb durch den Kopfschuss, ihr 24-jähriger Kollege lag damals mehrere Wochen im Koma. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Heilbronn bestätigte, dass es «gesicherte Erkenntnisse» gebe, die eine Täterschaft aus dem Kreis der drei Verdächtigen nahelegten.