Augsburg (dpa) - Nach dem Polizistenmord in Augsburg sehen die Ermittler noch keinen direkten Zusammenhang mit der Ermordung einer Polizistin in Heilbronn.

«Die mögliche Verbindung zwischen beiden Taten ist nur ein ganz normaler Hinweis unter vielen. Wir sehen bislang keine Parallele zwischen den Fällen», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Augsburg. Derzeit würden zwar routinemäßig DNA-Spuren aus beiden Fällen verglichen, doch bis Ergebnisse vorlägen, könnten noch einige Tage vergehen.

Viereinhalb Jahre nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn in Baden-Württemberg hatte die Polizei am Dienstag einen Durchbruch erzielt: Eine 36-Jährige, die in den Fall verstrickt sein könnte, stellte sich der Polizei in Thüringen. Sie soll mit zwei mutmaßlichen Bankräubern zusammengewohnt haben, die ebenfalls in den Fall verwickelt sein sollen. Die Männer sind tot, bei ihnen wurden aber die Dienstwaffen der 2007 ermordeten Polizistin und ihres Kollegen gefunden.

Die Waffen sowie DNA-Spuren werden nun mit genetischen Spuren vom Tatort in Augsburg abgeglichen. Geprüft wird auch, ob der Augsburger Polizist mit den in Thüringen entdeckten Waffen erschossen wurde.

Der 41 Jahre alte Augsburger Hauptkommissar war in der Nacht zum 28. Oktober nach einer Routinekontrolle von einem Unbekannten erschossen worden. Seine Kollegin wurde durch einen Streifschuss verletzt. Seitdem fahndet die Polizei nach den Tätern - bislang jedoch ohne heiße Spur. An diesem Mittwoch soll in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» nach den Tätern gesucht werden.