Los Angeles (dpa) - Star-Komiker Eddie Murphy (50) wird bei der nächsten Oscar-Verleihung nicht als Gastgeber auf der Bühne stehen.

Der Schauspieler die Veranstalter wissen, dass er nach dem Rücktritt des Gala-Produzenten Brett Ratner ebenfalls von der Trophäen-Show abspringe, teilte die Oscar-Akademie mit. Über einen möglichen Nachfolger für die Moderation der Verleihung im Februar wurde zunächst nichts bekannt.

«Rush Hour»-Regisseur Brett Ratner, der die Zeremonie produzieren sollte, hatte am Dienstag das Handtuch geworfen. Wegen schwulenfeindlicher Äußerungen war der 42-Jährige unter Beschuss geraten. Er reichte selbst die Kündigung bei der Akademie ein.

Ratner hatte in einer Talkshow offen über sein Sexleben geplaudert. In einer Fragerunde nach der Vorstellung seines neuen Films «Aushilfsgangster» ließ er dann noch die Bemerkung fallen: «Proben sind nur etwas für Schwuchteln.» Später entschuldigte er sich für seine «verletzenden und dummen» Äußerungen - und nahm seinen Hut. Akademie-Vorsitzender Tom Sherak sagte dazu: «Worte haben Bedeutung und sie haben Konsequenzen. Brett ist ein guter Mensch, aber seine Kommentare waren inakzeptabel».

Ratner hatte Murphy im September für die Rolle des Gastgebers der Oscar-Gala angeheuert. Murphy ist ein guter Freund Ratners und spielt eine der Hauptrollen in «Aushilfsgangster». Murphy hätte zum ersten Mal durch die Glamour-Show geführt.

Im vorigen Februar standen die Schauspieler James Franco und Anne Hathaway gemeinsam als Oscar-Moderatoren auf der Bühne. Im Jahr davor führten Alec Baldwin und Steve Martin durch die Show. Die Oscar-Trophäen werden im kommenden Jahr am 26. Februar zum 84. Mal vergeben.

Film-Akademie zu Murphy