Berlusconi tritt ab - Finanzmärkte weiter nervös

Rom/Athen/Berlin (dpa) - Die Finanzmärkte treiben Italien auch nach dem angekündigten Rückzug von Premierminister Silvio Berlusconi vor sich her. Die Zinsen für Staatsanleihen stiegen auf deutlich mehr als sieben Prozent - ein Niveau, bei dem Griechenland, Portugal und Irland Milliarden-Hilfen brauchten. Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet von den Politikern in Rom, dass die geplanten Sparmaßnahmen nun glaubwürdig umgesetzt werden und die Wirtschaft mit Reformen angekurbelt wird.

Wirtschaftsweise für Schuldentilgungspakt

Berlin (dpa) - Die Wirtschaftsweisen haben für eine glaubhafte Sanierung der Staatsfinanzen in der Euro-Zone einen «Schuldentilgungspakt» vorgeschlagen. Die Politik habe bisher mit viel Geld nur Zeit gekauft. Sollte die Schuldenkrise eskalieren, drohe eine Rezession, warnten die Regierungsberater in ihrem neuen Jahresgutachten. So oder so werde sich die Konjunktur in Deutschland im nächsten Jahr deutlich abkühlen.

KfW soll 7,5-Prozent-Anteil von Daimler bei EADS übernehmen

Berlin (dpa) - Deutschland will über die Staatsbank KfW mit 7,5 Prozent beim Airbus-Mutterkonzern EADS einsteigen. Dieser Anteil mit einem Marktwert von etwa 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro solle vom Autokonzern Daimler übernommen werden, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus Regierungskreisen. Der genaue Kaufpreis sei noch nicht verhandelt worden. Daimler habe zugesagt, seinen verbliebenen Anteil von 7,5 Prozent an EADS über 2013 hinaus zu halten.

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