Peking (dpa) - Die Inflation in China hat sich im Oktober deutlich abgeschwächt. Die Preissteigerungen gingen von 6,1 Prozent im Vormonat auf 5,5 Prozent zurück, wie das Statistikamt in Peking mitteilte.

Das gibt der Geldpolitik der Zentralbank wieder etwas Spielraum, um auf konjunkturelle Risiken wie die Schuldenkrise in Europa und einen drohenden Einbruch der Exporte zu reagieren. Auch der Zuwachs der Erzeugerpreise schwächte sich überraschend stark auf fünf Prozent ab - 1,5 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat.

«Die Daten für den Verbraucherpreisindex im Oktober zeigen, dass die Preiskontrollen der Regierung anfangen, sich auszuzahlen», kommentierte Zhang Liqun vom Entwicklungsforschungszentrum des Staatsrates laut Nachrichtenagentur Xinhua. Die Regierung müsse mit einer eventuellen Lockerung der Geldpolitik aber weiter vorsichtig sein und dürfe die Gefahr der Preissteigerungen nicht ignorieren. Es sei ein kritischer Moment für die makroökonomische Kontrolle.