Hamburg (SID) - Joachim Löw steht beim Klassiker gegen den Erzrivalen Niederlande am Dienstag in Hamburg (20.45 Uhr/ZDF) vor seinem 75. Spiel als Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Nach dem 3:3 in der Ukraine am Freitag hat Löw 51 Siege in 74 Länderspielen als verantwortlicher Coach auf dem Konto. Dem stehen 10 Niederlagen und 13 Unentschieden gegenüber. Die Tordifferenz beträgt 183:61.

"Seine Quote ist einmalig. Das ist eine großartige Leistung", lobte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Vor allem aber habe sich der 51-Jährige "als Person nie verändert. Er schafft es trotz des ganzen Rummels immer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren". Löw hatte nach der WM 2006 in Deutschland die Nachfolge von Jürgen Klinsmann angetreten.

Trotz der Erfolgsgeschichte der vergangenen fünf Jahre ist eine Vertragsverlängerung über die WM 2014 in Brasilien hinaus derzeit aber kein Thema. "Es war eigentlich ganz schön, in die WM 2010 zu gehen und keine vertragliche Sicherheit zu haben. Das war gar nicht so schlecht. Da hat man ein gewisses Feuer in sich", sagte Bierhoff, nachdem im Frühjahr 2010 die Vertragsverhandlungen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zunächst geplatzt waren.

Erst nach dem dritten Platz bei der WM 2010 in Südafrika hatten Löw und Bierhoff sowie Assistenzcoach Hansi Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke ihre Verträge bis 2014 verlängert.