Düsseldorf (dpa) - Titelverteidiger 1. FFC Turbine Potsdam ist in der Frauenfußball-Bundesliga nicht zu stoppen. Die Brandenburgerinnen gewannen das Spitzenspiel beim siebenmaligen deutschen Meister 1. FFC Frankfurt vor der beeindruckenden Kulisse von 5200 Zuschauern mit 2:0.

Nach den Treffern von Jennifer Cramer (8. Minute) und Anja Mittag (13.) führt Potsdam die Tabelle mit neun Erfolgen in neun Begegnungen vor dem FCR Duisburg (22 Punkte) an.

Potsdams Coach Bernd Schröder war zufrieden, sieht aber trotz der komfortablen Tabellensituation keine Vorentscheidung. «Wir waren die bessere Mannschaft, weil wir gewinnen wollten, Herz und Leidenschaft gezeigt haben», sagte der 69-Jährige.

Revanche für die schmerzhafte Niederlage kann Frankfurt bereits am 3. oder 4. Dezember nehmen. Im Viertelfinale des DFB-Pokals kommt es im Stadion am Frankfurter Brentanobad zur Neuauflage des Endspiels von 2011, das Frankfurt in Köln gegen Turbine mit 2:1 für sich entschieden hatte.

Der 1. FFC Frankfurt hat bei 21 Zählern bereits sechs Punkte Rückstand auf Potsdam. Duisburg ist nach dem 3:1-Erfolg über Bayern München am Samstag als Zweiter hartnäckigster Verfolger des Spitzenreiters.

Tabellenletzter mit nur drei Punkten bleibt Bayer Leverkusen, das gegen die SG Essen-Schönebeck beim 0:2 chancenlos war. Hinter Frankfurt rangieren der VfL Wolfsburg (3:0 beim SC Freiburg), Essen-Schönebeck und Freiburg auf den Plätzen vier bis sechs.

Mit dem SC Bad Neuenahr, der beim 1. FC Lok Leipzig 2:0 gewann, beginnt bei Platz sieben die Zone der gefährdeten Vereine. Bad Neuenahr liegt bei acht Zählern gleichauf mit dem Hamburger SV, der sich vom USV Jena 1:1 trennte. Hinter dem HSV folgen Bayern München (7 Punkte), Leipzig (6) und Jena (5).