Abu Dhabi (dpa) - Der Glamour-Grand-Prix brachte dem deutschen Formel-1-Quintett kaum Grund zum Strahlen. Für den zweimaligen Abu-Dhabi-Sieger Sebastian Vettel hieß es auf seiner Paradestrecke: Platzfuß statt Party.

Nico Rosberg durfte sich als Sechster immerhin über den teaminternen Sieg gegen Rekordchampion Michael Schumacher freuen. Adrian Sutil schaffte es hinter dem Mercedes-Duo wie erhofft in die Punkte. Timo Glock blieb als 19. im Rahmen der bescheidenen Möglichkeiten seines Materials.

Sebastian VETTEL: Der Traum vom Hattrick platzte früh: Ausgerechnet auf seiner Paradestrecke, wo er im Vorjahr seinen sensationellen ersten Titel-Triumph gefeiert hatte, schied der Doppelweltmeister bereits nach einer Runde aus. Vettel konnte seine Rekord-Pole nur kurz halten, ehe ein Reifenschaden alle Hoffnungen zunichtemachte. Der erste Ausfall des Red-Bull-Piloten seit Südkorea am 24. Oktober 2010.

Michael SCHUMACHER: Der Rekordweltmeister hatte Mühe, den siebten Platz zu erringen. Erst nach dem späten zweiten Reifenwechsel konnte der Mercedes-Pilot Landsmann Sutil wieder auf Rang acht verdrängen. Ein ziemlich unauffälliges Rennen des 42 Jahre alten siebenmaligen Weltmeisters.

Nico ROSBERG: Vier Tage nach seiner Vertragsverlängerung eine starke Leistung des Mercedes-Manns aus Wiesbaden. Er wurde bester Deutscher und hielt seinen Teamkollegen Schumacher klar in Schach. Lag dank seines späten zweiten Boxenstopps sogar zwischenzeitlich auf Podestplatz drei. Aber noch ist der Silberpfeil nicht konkurrenzfähig genug, um den drei Top-Teams das Treppchen streitig zu machen.

Adrian SUTIL: Der Force-India-Pilot sammelte weitere Pluspunkte im verzweifelten Kampf um ein Stammcockpit für die kommende Saison. Beinahe hätte er sogar Superstar Schumacher düpieren können. Besonders wichtig: Seinen Teamkollegen di Resta distanzierte Sutil um Welten. Könnte sich bei Vertragsverhandlungen - egal mit welchem Team schließlich - auszahlen.

Timo GLOCK: Auch in der Wüste sah der bedauernswerte Wersauer kein Land. Zwei Runden Rückstand, aber immerhin im Ziel: Mehr ist mit dem klar unterlegenen Marussia-Virgin einfach nicht drin.