Tokio/Minnesota (SID) -

Die Schwimm-Superstars Michael Phelps und Ian Thorpe lieferten am Wochenende ein extremes Kontrastprogramm ab. Während der 14-malige Olympiasieger Phelps beim Meeting in Minnesota bei vier Starts vier Siege feierte, war der fünfmalige olympische Goldmedaillengewinner Thorpe beim Weltcup in Tokio erneut nicht konkurrenzfähig. Auf der dritten Station seiner Comeback-Tour scheiterte der Australier zweimal kläglich an der Qualifikation für die Finals.

Der "Thorpedo" hatte den Endlauf über 100 m Freistil am Samstag in indiskutablen 49,45 Sekunden als Zwölfter verpasst und verzichtete anschließend auf seinen Einsatz über die 100 m Lagen. Am Sonntag versuchte es Ian Thorpe erneut, kam aber in den Vorläufen über 100 m Schmetterling nicht über eine Zeit von 53,59 Sekunden und Rang 26 hinaus. Die jeweils 100.000 Dollar (rund 73.000 Euro) für den Gesamtsieg im Weltcup sicherten sich in der japanischen Metropole der Südafrikaner Chad Le Clos und die Schwedin Therese Alshammar.

"Das war eine Woche, die mich sehr gefordert hat, aber sie war gut", sagte Thorpe, der sich gerne etwas weniger Öffentlichkeit gewünscht hätte: "Es wäre schön gewesen, wenn keine Zuschauer da gewesen wären, aber dies war leider nicht der Fall. Trotzdem fühle ich mich gut mit dem, was ich gemacht habe." Thorpe, der im November 2006 zwischenzeitlich zurückgetreten war, will sich mit Blick auf die Olympischen Spiele in London auf die 100 und 200 m Freistil konzentrieren.

Unterdessen setzte Michael Phelps am zweiten Tag in Minneapolis seinen Siegeszug fort. Der 26-Jährige aus Baltimore feierte am Samstag über 200 m Schmetterling (1:56,12 Minuten) und 100 m Rücken (53,71 Sekunden) seine Siege Nummer drei und vier. Am ersten Tag hatte er über die 200 m Freistil (1:46,88) und auf seiner Weltrekordstrecke 100 m Schmetterling (52,26) erfolgreich.

Am meisten hatte sich Phelps am ersten Tag aber nicht über seine Erfolge, sondern über einen unerwarteten Besucher in der Halle gefreut. "Danke Mom, dass Du hier warst", teilte Phelps über den Internetdienst Twitter mit. Minneapolis ist die erste von sieben Stationen der US-Grand-Prix-Serie.

Für die beste Leistung des kleinen deutschen Teams sorgte der Darmstädter Marco Koch, der über 200 m Brust als Dritter in 2:04,52 Minuten nur zwei Zehntel über seinem deutschen Rekord blieb.