Paris (dpa) - Roger Federer läuft zum Ende des Jahres noch einmal zur Höchstform auf. Eine Woche nach seinem Triumph in Basel gewann der Schweizer Tennisstar auch das ATP-Turnier in Paris und feierte damit eine gelungene Generalprobe für die Tennis-WM in London, die am kommenden Sonntag beginnt.

Federer bezwang im Endspiel der mit 2,75 Millionen Euro dotierten Masters-Veranstaltung Lokalmatador Jo-Wilfried Tsonga mit 6:1, 7:6 (7:3). Nach 1:26 Stunden verwandelte der 30-Jährige seinen dritten Matchball. Für den 16-maligen Grand-Slam-Turnier-Sieger war es der erste Erfolg überhaupt beim Hallen-Turnier in der französischen Hauptstadt.

Die Nummer vier der Welt startete furios und nahm Tsonga im ersten Durchgang sofort zweimal den Aufschlag ab. Nach gerade einmal 34 Minuten hatte er den ersten Satz mit 6:1 für sich entschieden. Im zweiten Abschnitt fand Tsonga, der Federer in diesem Jahr bereits zweimal besiegt hatte, besser seinen Rhythmus. Beim Stand von 4:3 konnte der Franzose seinen Breakchance aber nicht nutzen.

Bis zum Tiebreak blieb die Partie danach offen, doch dann zog Federer wieder an. Zwei Matchbälle konnte Tsonga mit eigenem Aufschlag noch abwehren, doch dann sicherte sich Federer den Titel. Der Eidgenosse hat damit zehn Spiele in Serie gewonnen und geht voller Selbstvertrauen in die WM. In London ist Federer Titelverteidiger.