Frankfurt/Main (dpa) - Sorgen um die ausufernde Staatsverschuldung in der Eurozone und den USA haben den deutschen Aktienmarkt am Montag unter Druck gehalten.

Die Anleiherenditen der hochverschuldeten Staaten in der Eurozone zogen wieder an und brachten zusätzliche Unsicherheit in den Markt. Die Wahl in Spanien brachte keine Wende zum Positiven. Der Dax rutschte am Mittag um 2,37 Prozent auf 5663 Punkte ab und liegt damit auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Monat. Der MDax gab 2,24 Prozent ab auf 8433 Punkte, und der TecDax verlor 2,37 Prozent auf 655 Punkte.

Angesichts der anhaltenden Schuldenkrisen zählten Finanztitel erneut zu den schwächsten Werten. Commerzbank-Aktien rutschten auf ein historisches Tief und standen mit minus 4,75 Prozent auf 1,385 Euro am Dax-Ende. Die Papiere des Versicherers Allianz fielen um 2,98 Prozent. Der Finanzsektor wird wegen der Sorge vor Zahlungsausfällen von Schuldnern belastetet.

Am europäischen Staatsanleihenmarkt - auf den die Börsianer derzeit mit Argusaugen schauen - dreht sich indes weiter alles um Griechenland, Italien und Spanien. Die EZB müsse mit Anleihekäufen Spaniens und insbesondere Italiens unverändert «die Kohlen aus dem Feuer holen», sagten die Experten der HSH Nordbank am Morgen. In Spanien hatten die Konservativen erwartungsgemäß die Parlamentswahlen klar gewonnen.

Beiersdorf-Aktien hielten sich nach einem Interview in der «Börsenzeitung» mit minus 0,57 Prozent auf 41,015 Euro noch am besten im Dax. Finanzchef Ulrich Schmidt gab eine mittelfristige operative Marge von 16 Prozent als Ziel aus. Für dieses Jahr erwartet der Anbieter von Pflegeprodukten mit Marken wie Nivea und Eucerin eine Gewinnspanne zwischen 10 und 11 Prozent.