Berlin (dpa) - Die Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzkosten könnte 2012 den Strompreis um 25 bis 40 Euro pro Haushalt nach oben treiben.

«Die Industrie massiv zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen, ist eine Dreistigkeit, die bisher ohne Beispiel ist», sagte Verbraucherschützer Holger Krawinkel der «Frankfurter Rundschau». Hintergrund ist, dass die Regierung bei der Energiewende große Unternehmen, die viel Strom verbrauchen, nicht zu stark belasten will. Ab einem Verbrauch von zehn Millionen Kilowattstunden müssen künftig keine Netzentgelte mehr gezahlt werden. Dadurch steigen die Entgelte, die über den Strompreis bezahlt werden müssen, für alle anderen Verbraucher in Deutschland.

Neue Stromnetzentgeltverordnung, umstrittene Regelung: § 19; Absatz 2; Satz 2

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