Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission untersucht ein Hilfsgesuch Ungarns für mögliche finanzielle Unterstützung. Dazu sollen die Mitgliedstaaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) einbezogen werden, teilte die EU-Behörde in Brüssel mit. Sie nahm zu Beträgen keine Stellung.

Die Hilfe werde von Budapest als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet, so die Kommission. Ein entsprechender Antrag sei auch an den IWF gegangen. Kommissionsexperten waren bereits in den vergangenen beiden Wochen in Budapest, um routinemäßig Auswirkungen des ersten Hilfsprogramms für Ungarn zu überprüfen.

Die neue Hilfe kommt nicht überraschend. Budapest hatte in der vergangenen Woche Verhandlungen mit dem IWF und mit der EU bestätigt.

IWF und EU hatten zuletzt 2008 mit einem Notkreditpaket von 20 Milliarden Euro Ungarn vor dem Staatsbankrott gerettet. Die letzten Verhandlungen mit dem IWF hatte Ungarn im Sommer 2010 abgebrochen.