Emden (dpa) - Die Geschichte ist kaum bekannt und geht unter die Haut: Der junge Max Windmüller («Deckname Cor») muss 1933 als Jude aus Deutschland nach Holland fliehen. Dort geht der mutige Mann zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nicht nur in den Untergrund, sondern schließt sich auch einer Widerstandsgruppe an.

Mit gefälschten Papieren schleust die Gruppe mehr als 400 Juden über die Pyrenäen nach Spanien. Doch Windmüller selbst wird verraten und noch in den letzten Kriegstagen auf einem Todesmarsch ermordet. So wie in dem Dokudrama «Deckname Cor» ist die Geschichte des jüdischen Widerstands noch nicht erzählt worden. Autor Eike Besuden hat dafür zehn Jahre recherchiert und Überlebende der Gruppe gesprochen. Die Dokumentation kombiniert Zeitzeugen-Berichte mit inszenierten Spielhandlungen und gibt Einblicke in den jüdischen Widerstand.

(«Deckname Cor», Deutschland 2010, 90 Min., FSK frei, von Eike Besuden, mit Markus Seuß, Pegah Kazemi)

Filmseite