FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> ist zum Auftakt der neuen Handelswoche wieder unter die Marke 1,35 US-Dollar zurückgefallen. Am Montagmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3441 Dollar gehandelt. Damit büßte der Euro nach den deutlichen Verlusten in der vergangenen Woche weiter ein. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3576 (Donnerstag: 1,3480) Dollar festgesetzt.

Nach wie vor stelle die Schuldenkrise an den Finanzmärkten alles andere in den Schatten, sagten Experten. Nachdem positive Nachrichten wie die gewonnene Vertrauensabstimmung von Italiens neuem Übergangsministerpräsidenten Mario Monti die Gemeinschaftswährung Ende vergangener Woche wieder etwas stützen konnten, fielen die Investoren am Montag ins gewohnte Schema zurück. Abermals waren es vor allem die schlechten Nachrichten vom Staatsanleihemarkt, die den Euro in Mitleidenschaft zogen.

Kletternde Bond-Renditen für zehnjährige Staatspapiere der Euro-Schwergewichte Frankreich, Spanien und Italien drückten den Euro-Kurs. Die Unsicherheit um den Euro-Rettungsschirm EFSF und die künftige Rolle der EZB beim Krisenmanagement dürften die Risikoaversion an den Finanzmärkten nach Einschätzung von Experten weiter auf hohem Niveau halten.