New York (SID) - Die Spieler haben im NBA-Tarifstreit eine ihrer beiden kartellrechtlichen Klagen gegen die nordamerikanische Basketball-Profiliga zurückgezogen. Durch den Schritt soll die juristische Auseinandersetzung verkürzt und eine schnellere Entscheidung vor Gericht herbeigeführt werden.

In der vergangenen Woche hatten die seit mehr als viereinhalb Monaten ausgesperrten Profis zwei Klagen eingereicht. Jetzt wurde der Vorstoß in Kalifornien rückgängig gemacht, stattdessen gilt die volle Konzentration dem Verfahren in Minnesota. Dort hatten die Spieler aus der Football-Profiliga NFL im Sommer erfolgreich geklagt und eine Aufhebung des Lockouts erreicht. Allerdings nur für kurze Zeit.

NBA-Vizepräsident Rick Buchanan glaubt zu wissen, was Spieler-Anwalt Rick Boies zur Entscheidung veranlasst hat: "Wir vermuten, dass Mister Boies entweder nicht glücklich darüber war, dass der Fall von Oakland nach San Francisco gegangen ist oder, dass der Richter die erste Verhandlung für März 2012 angesetzt hat."

Der Lockout war zum 1. Juli in Kraft getreten, weil sich die Klubvertreter und die Spieler nicht einigen konnten, in welchem Verhältnis die jährlichen Einnahmen der Liga in Höhe von rund vier Milliarden Dollar (2,96 Milliarden Euro) zwischen den Parteien verteilt werden sollen. Bislang wurden alle Spiele bis zum 15. Dezember abgesagt, die gesamte Saison droht dem erfolglosen Ringen um einen neuen Tarifvertrag zum Opfer zu fallen.