Mailand (dpa) - Eigentlich ist ein Match gegen den FC Barcelona schon per se dick im Kalender anzustreichen. Für Zlatan Ibrahimovic dürfte es in der Champions-League-Partie seines AC Mailand gegen den Champion aber um mehr gehen als Tore, Punkte und den Kampf um Platz eins in der Gruppe H.

Denn 15 Monate nach seinem unschönen Abschied aus Barcelona trifft der Schwede erstmals wieder auf den früheren Trainer Pep Guardiola. Die beiden sind - vorsichtig formuliert - keine Freunde, daran dürfte auch Ibrahimovics jüngst veröffentlichte Autobiografie wenig geändert haben. In dem Buch nannte er den Spanier spöttisch den «Philosophen» und erzählte: «Er wollte mir nie in die Augen sehen. Immer, wenn ich den Raum betrat, wollte er diesen sofort verlassen.»

Eine kleine Spitze in Richtung Spanien verkniff sich der Stürmer, auf den bei Milan durch dem monatelangen Ausfall von Antonio Cassano alle Hoffnungen ruhen, auch in dieser Woche nicht. In einem Interview auf der UEFA-Homepage nannte er Milan - just vor dem Duell mit Messi, Xavi und Co. - «den größten Club, für den ich je gespielt habe».

Beim Hinspiel im Camp Nou (2:2) war er im September verletzt. Der Abschied von Barca 2010 sei «die beste Lösung» gewesen, obwohl er sehr wohl wusste, «dass ich die beste Mannschaft der Welt verlasse».