Hannover (dpa) - Nach elf Wochen stationärer Behandlung wegen einer psychischen Erkrankung hat Markus Miller wieder mit dem Training begonnen. Der Ersatz-Torwart des Bundesligisten Hannover 96 absolvierte seine erste Übungseinheit mit der Mannschaft seit seiner Pause wegen mentaler Erschöpfung.

Bei Miller war nach eigenen Angaben zudem ein beginnendes Burnout-Syndrom diagnostiziert worden. Miller hatte seine Erkrankung Anfang September in einem viel beachteten Schritt öffentlich gemacht. Der 29 Jahre alte Fußballprofi war in einer Privatklinik behandelt worden. Dort hat er nach Angaben des Clubs mit seinen Therapeuten aktiv blockierende Ursachen und Symptome bearbeitet. Seit dem Wochenende ist Miller wieder in Hannover und hat bereits individuelle Übungen absolviert.

Der Torwart, der im Sommer 2010 aus Karlsruhe kam, ist die Nummer zwei hinter Ron-Robert Zieler. Er hat für Hannover 96 noch kein Punktspiel absolviert. Miller hatte im September in einer Pressemitteilung erklärt: «Seit einiger Zeit habe ich immer seltener das Gefühl, dass ich der Mannschaft wirklich helfe oder etwas Wesentliches bewirke. Dabei erlebte ich zunehmenden, großen inneren Druck und Anspannungen, die mich begannen zu blockieren.»