Horsens (dpa) - Die Generalprobe der deutschen Handballerinnen für die Weltmeisterschaft im Dezember in Brasilien ist geglückt - zumindest vom Ergebnis. Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) kam in Dänemark zu einem 22:22 (10:10)-Unentschieden.

Vor 2369 Zuschauern in den Forumhallen von Horsens war im 90. Vergleich beider Teams Sabrina Richter von der HSG Blomberg-Lippe mit fünf Treffern erfolgreichste Werferin im Team von Bundestrainer Heine Jensen, das in den kommenden beiden Tagen noch in Dänemark trainieren wird. Nach einem Heimaturlaub fliegt die deutsche Mannschaft am 28. November nach Brasilien, wo am 3. Dezember Olympiasieger Norwegen in Sao Paulo WM-Auftaktgegner sein wird.

«Ich bin aufgrund des Spielverlaufs sehr zufrieden mit dem Unentschieden, aber bis auf die ersten zehn Minuten war das keine gute Leistung von uns - wir können das besser», sagte Jensen nach der Partie. Gegen den Rekord-Olympiasieger begann die deutsche Sieben konzentriert, erst in der 29. Minute gab es beim 9:10 den ersten Rückstand. Wie bereits beim Vier-Nationen-Turnier am vergangenen Wochenende in Norwegen, bei dem die DHB-Mannschaft Platz zwei belegte, war zunächst die Abwehr das Paradestück. Im Angriff aber wurden erneut zahlreiche Chancen leichtfertig und überhastet vergeben.

Im zweiten Abschnitt testete Jensen mehrere Varianten auf den einzelnen Positionen - ins Spiel der Deutschen zog noch größere Verunsicherung ein. Dänemark nutzte das, um sich mit zwei Toren zum 13:15 (40.) abzusetzen. Doch zwei Treffer durch die Thüringerin Kerstin Wohbold sowie ein Tor von Isabel Klein (Buxtehude) brachten Deutschland wieder in Front. Die Gastgeberinnen machten zwar mehr aus ihren Möglichkeiten, dennoch gelang den Deutschen durch Klein der 21:21-Ausgleich. Beim 21:22 nahm Jensen 28 Sekunden vor dem Schlusspfiff eine Auszeit. Das brachte den gewünschten Erfolg. Neun Sekunden vor dem Ende traf Richter zum verdienten Ausgleich.

Jensen und sieht bis zum WM-Start noch viel Arbeit. «Heute waren wir in fast allen Phasen des Spiels nicht präsent genug. Nach dem ordentlichen Start sind wir in unserer Abwehr zu unbeweglich geworden. Wir fangen an zu reagieren und agieren nicht mehr. Damit können wir nicht zufrieden sein», meinte der Bundestrainer.