Rafatis Schiedsrichter-Zukunft ungewiss

Frankfurt/Main (dpa) - Die Zukunft von Babak Rafati als Bundesliga-Schiedsrichter ist nach dem Suizidversuch des 41-Jährigen ungewiss. «Diese Frage kann ich im Moment noch nicht beantworten», sagte DFB-Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel in einem Interview der «Bild»-Zeitung (Dienstag). Unklar sind weiterhin auch die Motive für die Verzweiflungstat Rafatis, der sich in stationärer Behandlung befindet. Sowohl der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als auch die Polizei gaben bislang keine offizielle Stellungnahme dazu ab.

NBA-Spieler legen Klagen gegen Liga zusammen

New York (dpa) - Im Tarifstreit der NBA haben die Profis ihre beiden Kartellklagen gegen die Liga zusammengelegt. Die Spieler erhoffen sich dadurch eine zügigere Bearbeitung ihrer Anliegen. «Die Wahrscheinlichkeit, schneller zu einem Ergebnis zu kommen, war in Minnesota größer als in Kalifornien», begründete der Anwalt der Basketballer, David Boies, den Schritt, jetzt nur noch vor einem Gericht in Minnesota gegen die Liga vorzugehen.

Miller trainiert nach psychischer Erkrankung

Hannover (dpa) - Nach elf Wochen stationärer Behandlung wegen einer psychischen Erkrankung hat Markus Miller wieder mit dem Training begonnen. Der Ersatz-Torwart des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 absolvierte am Dienstagmorgen seine erste Übungseinheit mit der Mannschaft seit seiner Pause wegen mentaler Erschöpfung. Bei Miller war nach eigenen Angaben zudem ein beginnendes Burnout-Syndrom diagnostiziert worden. Miller hatte seine Erkrankung Anfang September in einem viel beachteten Schritt öffentlich gemacht.

Cruyff weist Rassismus-Vorwürfe zurück

Amsterdam (dpa) - Im eskalierenden Machtkampf beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam hat Johan Cruyff die gegen ihn erhobenen Rassismusvorwürfe weit von sich gewiesen. «Das entbehrt jeder Grundlage», sagte die Fußball-Legende am Montagabend dem niederländischen Fachmagazin «Voetbal International». «Ich habe mit meiner Stiftung rund 120 Fußballfelder geschaffen, auf denen auch ausländische Kinder spielen. Eigentlich brauche ich auf so etwas gar nicht zu reagieren», sagte Cruyff. Ihm war vorgeworfen worden, seinen Aufsichtsratskollegen Edgar Davids wegen dessen Hautfarbe beleidigt zu haben.

Lebenslange Doping-Sperre für Sprinter Mullings

Kingston (dpa) - Der jamaikanische Sprinter Steve Mullings ist wegen wiederholten Dopings lebenslang gesperrt worden. Dies entschied eine Anti-Doping-Kommission des karibischen Inselstaates am Montag (Ortszeit). Staffel-Weltmeister Mullings war bei der nationalen WM-Qualifikation Ende Juni in A- und B-Probe positiv auf das verbotene Mittel Furosemid getestet worden. Da er bereits 2004 für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt worden war, folgte nun der lebenslange Bann. Mullings kann vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS die lebenslange Sperre anfechten.

Beckham schließt Rückkehr in Premier League aus

London/Berlin (dpa) - Nach dem Meisterschaftsgewinn mit den Los Angeles Galaxy hat David Beckham eine Rückkehr in die englische Premier League ausgeschlossen. «Ich spielte für den größten Club in England und könnte mich nicht in einem anderen englischen Shirt vorstellen», sagte der frühere Fußball-Profi von Manchester United der BBC. Ende Dezember läuft Beckhams Fünfjahresvertrag in den USA aus. Vieles spricht dafür, dass der 1:0-Finalsieg von LA am Sonntag über Houston Beckhams letzter Einsatz in der Major League Soccer war. Zuletzt war der französische Tabellenführer Paris St. Germain als möglicher nächster Arbeitgeber Beckhams gehandelt worden.

Del Bosque macht als Spaniens Nationalcoach weiter

Madrid (dpa) - Vicente del Bosque bleibt auch nach der Fußball-EM 2012 Trainer von Welt- und Europameister Spanien. Der 60-Jährige habe einer Verlängerung seines Engagements zugestimmt, erklärte der Präsident des spanischen Fußball-Verbandes, Angel Maria Villar, am Dienstag im spanischen Rundfunk. Laut Villar gibt es noch keinen schriftlichen Kontrakt, doch er betonte: «Ein mündlicher Vertrag ist genauso viel wert wie ein schriftlicher Vertrag.» Del Bosque hatte die spanische Nationalmannschaft nach dem EM-Triumph 2008 im Finale über Deutschland von Luis Aragonés übernommen. Unter del Bosque wurden die Spanier 2010 in Südafrika auch erstmals Weltmeister.

Doping-Verfahren gegen Jeannie Longo eingestellt

Paris (dpa) - Das Doping-Verfahren gegen die 13-fache Rad-Weltmeisterin Jeannie Longo ist eingestellt worden. Darüber berichteten am Dienstag französische Medien. Die Grande Dame des französischen Radsports, die auch im Alter von 53 Jahren noch einen Start bei den Olympischen Spielen 2012 in London erwägt, habe nicht gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen, erklärte die Disziplinar-Kommission des Französischen Radsportverbandes. Dasselbe Gremium hatte ein Verfahren eingeleitet, nachdem Jeannie Longo bei drei unangemeldeten Doping-Kontrollen nicht angetroffen worden war.

Davis-Cup-Finale mit Nadal und del Potro

Berlin (dpa) - Spaniens Tennis-Star Rafael Nadal und Argentiniens ehemaliger US-Open-Sieger Juan Martin del Potro führen wie erwartet die Aufgebote für das Davis-Cup-Finale vom 2. bis 4. Dezember in Sevilla an. Kapitän Albert Costa berief am Dienstag auch David Ferrer sowie die Linkshänder Feliciano Lopez und Fernando Verdasco in den Kader der Gastgeber. Die Argentinier treten außerdem mit Juan Monaco, Juan Ignacio Chela und Routinier David Nalbandian an.

Stich: Wollte nicht Tennis-Präsident werden

Hamburg (dpa) - Nach der Wahl von Karl-Georg Altenburg zum neuen Chef des Deutschen Tennis Bundes (DTB) hat sich der zwischenzeitlich als Kandidat gehandelte Michael Stich erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. Der Turnierdirektor des Tennis-Klassikers am Hamburger Rothenbaum bekräftigte, er habe zu keinem Zeitpunkt mit dem Gedanken gespielt, Verbandspräsident zu werden. «Wenn ich es gewollt hätte, dann wäre ich doch angetreten», sagte Stich im «Hamburger Abendblatt» (Dienstag). Der Wimbledonsieger von 1991 war von Ex-Präsident Georg von Waldenfels als Nachfolger ins Gespräch gebracht worden.