Eon bekräftigt: Abbau von 11 000 Stellen weltweit

Düsseldorf (dpa) - Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat den Abbau von weltweit 11 000 Arbeitsplätzen bekräftigt. Die Zahl der einzusparenden Stellen werde sich am oberen Ende der bisher genannten Bandbreite von 9000 bis 11 000 bewegen, teilte die Eon AG am Dienstag in Düsseldorf zu ihren Sparüberlegungen mit. Nach dpa-Informationen aus Unternehmenskreisen ist dabei für Deutschland ein Abbau von 6500 Stellen plausibel. Diese Zahl nannte der Konzern selbst aber nicht. Es bleiben zwar alle vier großen Verwaltungsstandorte Düsseldorf, Essen, Hannover und München erhalten. Allerdings könnte der Standort Hannover um 500 bis 1000 und der Standort München um 1000 bis 1500 Stellen verkleinert werden, verlautete aus den Kreisen.

Neue Nummer drei: Börsen in Tokio und Osaka wollen fusionieren

Tokio (dpa) - In Japan entsteht ein neuer Börsenriese: Die beiden Aktienmärkte in Tokio und Osaka wollen sich im Januar 2013 zur drittgrößten Börse der Welt zusammenschließen. Das gaben die Tokyo Stock Exchange Group Inc (TSE) und die Osaka Securities Exchange Co (OSE) am Dienstag bekannt. Beide Börsen kommen zusammen auf einen Marktwert der gehandelten Aktien von 3,67 Billionen Dollar (Stand: Ende September/2,7 Bill Euro). Nur die NYSE Euronext und die Nasdaq wären größer. Die Fusion zur größten Börse Asiens sei ein «großer Schritt zur Wiederbelebung der japanischen Wirtschaft», sagte TSE-Chef Atsushi Saito.

Juncker: Finanzhilfe hängt an griechischer Erklärung

Luxemburg (dpa) - Die nächste Finanzhilfe für Griechenland in Höhe von acht Milliarden Euro wird nur ausgezahlt, wenn sich zuvor alle führenden griechischen Politiker schriftlich zur Stabilitätspolitik bekennen. Dies sagte der Vorsitzende der Gruppe der 17 Euro-Staaten, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, am Dienstag nach einem Gespräch mit dem griechischen Regierungschef Lukas Papademos. Die Eurogruppe werde am kommenden Dienstag darüber entscheiden. «Ich bin ziemlich optimistisch, dass wir dann eine positive Entscheidung über die Auszahlung der sechsten Tranche (in Höhe von acht Milliarden Euro) treffen können.»

3,8 Prozent mehr Geld für Stahlkocher

Düsseldorf (dpa) - Tarifeinigung nach hartem Ringen: Die rund 75 000 Stahlkocher in Nordwestdeutschland sollen ab dem 1. Dezember 3,8 Prozent mehr Geld erhalten. Zum Knackpunkt der fast zwölfstündigen Verhandlungen in Düsseldorf, die sich bis Dienstagmorgen hinzogen, wurde jedoch die von der Gewerkschaft geforderte Übernahme der Auszubildenden. Arbeitgeber und Gewerkschaft einigten sich schließlich auf eine grundsätzlich unbefristete Übernahmeregelung, die jedoch Ausnahmen zulässt. Die IG Metall war mit einer Forderung von sieben Prozent mehr Geld in die Gespräche gegangen.

Kartellamt fordert Kampf gegen hohe Sprit-Preise

Berlin (dpa) - Die hohen Kraftstoffpreise sind aus Sicht des Bundeskartellamts Ausdruck eines «wettbewerbslosen Oligopols» in Deutschland. Die fünf großen Tankstellenketten beherrschten den Markt, sagte Behördenchef Andreas Mundt am Dienstag in Berlin. «Man müsste über Maßnahmen nachdenken, um in dieses in sich ruhende Oligopol ein bisschen Unruhe hineinzubringen.» Die Mittel der Wettbewerbshüter reichten dafür nicht. Mundt warf Aral/BP, Shell, Jet, Esso und Total vor, freien Tankstellen Kraftstoff zu teuer zu verkaufen und so die Konkurrenz zu schwächen. Die Fünf änderten ihre Preise häufig nahezu zeitgleich und nach einem immer wiederkehrenden Muster.

Sixt wappnet sich für schwieriges Jahr 2012

München (dpa) - Sixt steuert weiter auf ein Rekordjahr zu. Zugleich wappnet sich Deutschlands größter Autovermieter aber für härtere Zeiten. Angesichts der trüberen Aussichten für die Weltwirtschaft werde das starke Ergebnisniveau aus diesem Jahr 2012 nur schwer zu erreichen sein, sagte Firmenchef Erich Sixt am Dienstag in München. Derzeit läuft es für Sixt noch gut. Der Konzern profitierte vor allem von einer wachsenden Zahl von Geschäftsreisen. Zwischen Juli und September wuchs der Umsatz um knapp 4 Prozent auf 422,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben den Münchnern knapp 30,3 Millionen Euro.

Kik expandiert nach Osteuropa

Solingen/Bönen (dpa) - Der Textildiscounter Kik will stärker in Osteuropa Fuß fassen. Nach dem Einstieg in den kroatischen Markt werde die Kette noch vor der Fußball-Europameisterschaft in Polen die erste Filiale eröffnen, sagte Geschäftsführer Michael Arretz am Dienstag in Solingen. Weitere osteuropäische Länder könnten folgen. Neben der Expansion steht in Deutschland der Filialumbau im Mittelpunkt. Bis 2015 sollen alle rund 2600 Standorte umgebaut sein. Für 2011 erwartet die mehrheitlich zu Tengelmann gehörende Kette steigende Umsätze und schwarze Zahlen. Im vergangenen Jahr erzielte Kik einen Umsatz von 1,66 Milliarden Euro.

Aktien sacken ins Minus =

Frankfurt/Main (dpa) - Belastet von wieder anziehenden Renditen der hochverschuldeten Euro-Staaten haben die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Dienstag ihren Erholungsversuch wieder abgebrochen. Der Dax sackte bis zum Nachmittag mit 0,68 Prozent ins Minus auf 5568 Punkte. Zum Wochenstart hatte der Leitindex bereits 3,35 Prozent verloren und sein Minus der Vorwoche von 4,24 Prozent noch ausgeweitet. Der MDax gab 0,38 Prozent auf 8271 Punkte ab, der TecDax verlor 0,50 Prozent auf 644 Punkte. Der Euro verlor an Boden: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3535 (1,3458) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7388 (0,7431) Euro.