Moskau (dpa) - Nach 167 Tagen im All sind drei Raumfahrer von der Internationalen Raumstation ISS in der kasachischen Steppe gelandet.

Die russische Sojus-Kapsel mit dem US-Astronauten Mike Fossum sowie dem Japaner Satoshi Furukawa und dem russischen Kosmonauten Sergej Wolkow schlug am Dienstag um 3.25 Uhr MEZ (8.25 Uhr Ortszeit) von Fallschirmen gebremst in der früheren Sowjetrepublik in Zentralasien auf. Das teilte das Flugleitzentrum in der Nähe von Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit. Rettungskräfte machten sich gleich auf den Weg zur Landestelle in der Nähe der Stadt Arkalyk.

Da der Organismus der Rückkehrer durch den fünfmonatigen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit geschwächt ist, flogen auch mehrere Ärzte in Helikoptern zu der Kapsel. Seit Anfang Juni hatten die drei Raumfahrer auf dem Außenposten der Menschheit in rund 350 Kilometern Höhe über der Erde gearbeitet. Ursprünglich sollten sie bereits am 16. November zurückkehren. Der Flug war aber nach dem Absturz eines unbemannten russischen Raumfrachters im August verschoben worden.

Die Sojus-Kapsel hatte gut drei Stunden vor der Landung von der ISS abgedockt. Auf der Raumstation verblieben die russischen Kosmonauten Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin sowie US-Astronaut Daniel Burbank. Sie sollen im März 2012 zur Erde zurückkehren.

Der nächste bemannte Flug zur ISS ist für den 21. Dezember geplant. Dann starten Oleg Kononenko (Russland), Donald Pettit (USA) und André Kuipers (Niederlande) vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur aus ins All. Russland ist nach dem Aus für die US-Space Shuttles das einzige Land, das bemannte Flüge zur Raumstation organisiert.

Russische Raumfahrtbehörde