Brüssel (dpa) - In Europa ist mehr als jede dritte bekannte Art von Süßwasserfischen vom Aussterben bedroht.

Verschmutztes Wasser, Überfischung und die Einführung fremder Arten sind laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) dafür verantwortlich, dass 37 Prozent dieser Arten auf ihrer am Dienstag veröffentlichten Roten Liste für Europa stehen. Bedroht ist vor allem der Stör: Sieben der acht europäischen Arten sind als «stark gefährdet» eingestuft.

Noch höher als bei den Fischen ist die Rate bei Süßwasserweichtieren: Fast jede zweite bekannte Art ist hier bedroht. Bei Reptilien ist es jede fünfte Art, bei Säugetieren noch 15 Prozent. Außerdem droht jeder vierten Art von Gefäßpflanzen das Aussterben.

Dank Schutzprogrammen gebe es aber auch einige positive Entwicklungen. So gilt eine auf Korsika beheimatete Spornblumenart nicht mehr als «stark gefährdet», sondern nur noch als «gefährdet». Auf der portugiesischen Insel Madeira erholte sich der Schneckenbestand, seit die Zahl von Ziegen und Ratten schärfer kontrolliert wird.

IUCN