Köln (SID) - Im ersten Prozess eines nicht für Olympia nominierten Athleten gegen den Deutschen Olympischen Sportbund fällt das Urteil am Landgericht Frankfurt/Main frühestens am 15. Dezember. Auf diesen Termin wurde der erst für den 24. November vorgesehene zweite Verhandlungstag in der Schadenersatzklage des früheren Dreisprung-Weltmeisters Charles Friedek gegen den DOSB vertagt.

"Der DOSB hat kurzfristig noch einen langen Schriftsatz eingereicht, darum diese Verlegung. Aber statt eines Urteils kann es auch eine Beweisaufnahme oder die Wiedereröffnung des Verfahrens geben", sagt Friedek-Anwalt Michael Lehner.

Friedek hatte den DOSB verklagt, weil er nach seiner Auffassung trotz erfüllter Norm nicht für die Sommerspiele 2008 in Peking nominiert worden war. Zu klären ist, ob die geforderten zwei Normerfüllungen auch innerhalb eines einzigen Wettkampfes möglich waren. Der heute als Trainer tätige Leverkusener hatte 130.000 Euro Schadenersatz für den Verlust von Sponsorengeldern eingeklagt, er wird aber aus Sicht Lehners ("ingesamt sieht es gut aus") nur rund die Hälfte dieser Summe erhalten.