Köln (SID) - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die als Bundesfamilienministerin auch für Senioren zuständige Kristina Schröder wollen ältere Menschen noch stärker zum Sporttreiben motivieren. Bei der Abschlusstagung des 2009 gemeinsam initiierten "Bewegungsnetzwerkes 50 plus" am Mittwoch in Berlin betonte die Ministerin: "Sport und regelmäßige Bewegung sind unerlässlich, um sich körperlich und geistig fit zu halten. Das gilt insbesondere für ältere Menschen."

Wie neue DOSB-Zahlen zeigen, nutzen bei den unter 60-Jährigen jeder dritte Mann und jede fünfte Frau regelmäßig Sport- und Bewegungsangebote im Verein, bei den über 60-Jährigen hingegen nur noch jeder vierte Mann und jede achte Frau.

Die für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zuständige Ministerin Schröder betonte, da ältere Menschen auch aufgrund von Beschwerden nicht jeden Sport betreiben könnten, sei es wichtig, "dass wir ihnen vielfältige und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote machen, die sie zu Bewegung und Sport motivieren."

Im Modellprojekt "Bewegungsnetzwerk 50 plus" werden Ideen gebündelt und Kooperationen zwischen Sportvereinen und Partnern wie Kommunen, Gesundheitsorganisationen, sozialen und kirchlichen Einrichtungen sowie Altenheimen oder Wohngemeinschaften gebildet. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigten die Beispiele der von Kristina Schröder und DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch (Breitensport/Sportentwicklung) ausgezeichnten Preisträger des Wettbewerbs "Sportvereine - vorbildlich vernetzt".

Honoriert wurden zum einen drei Sportvereine, die vorbildlich mit verschiedensten Partnern kooperieren. Zum anderen wurde ein Sonderpreis an eine sport-externe Institution vergeben, die bereits gut mit dem organisierten Sport zusammenarbeitet: 1. Platz: TSV Berlin-Wittenau 1896, 2. Platz: Turnverein Weißendorf, 3. Platz: SFL Bremerhaven, Sonderpreis für externe Organisationen: "Älter werden in Ahlen" - SINN - Senioren in neuen Netzwerken aus Ahlen.