Kairo (dpa) - Die Arabische Liga will Syrien doch noch eine Chance geben. Am Donnerstag entschieden die Außenminister der Liga-Staaten bei einem Treffen in Kairo, vorerst noch keine Wirtschaftssanktionen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu verhängen.

Stattdessen erhalten die Syrer noch einmal zwei Tage Zeit, um ein Protokoll, das die Details einer Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien regeln soll, zu unterzeichnen. Wie Diplomaten in Kairo weiter mitteilten, wurden einige Punkte des Protokolls auf Wunsch der Syrer und Algeriens geändert.

Eine harte Linie gegenüber Syrien hatten dem Vernehmen nach Katar, Saudi-Arabien und der ägyptische Generalsekretär der Liga, Nabil al-Arabi, vertreten. Für mehr Nachsicht mit Assad, der wegen der Gewalt gegen die Protestbewegung unter Druck steht, warben Algerien und das Sultanat Oman.