München (dpa) - Der Strafprozess gegen Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer ist nach der Anklageverlesung bereits wieder vertagt worden. Die Verteidiger Breuers rügten kurz nach Beginn der Verhandlung die Besetzung des Gerichts mit nur zwei Berufsrichtern.

Für die Komplexität des Falles seien aber drei Richter neben den beiden Schöffen notwendig und geboten, sagte Verteidiger Norbert Scharf. Für die nächsten sieben Verhandlungstage seien neun Zeugen geladen, zudem sei das Aktenmaterial so umfänglich, dass eine durchaus mögliche Besetzung mit nur zwei Richtern und zwei Schöffen abzulehnen sei. Am Vormittag hatten die Verteidiger bereits einen Befangenheitsantrag gestellt, der den Auftakt um Stunden verzögerte. Die Verhandlungen gehen am Freitag, 2. Dezember, weiter.