Berlin (dpa) - Der Thüringer Verfassungsschutz wollte das Neonazi-Trio mit einem Ausstiegsangebot aus dem Untergrund holen. Das hat der damalige Anwalt von Uwe Böhnhardt dem «Focus» gesagt. Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe waren 1998 untergetaucht, nachdem ihre selbst gebauten Rohrbomben entdeckt worden waren. Böhnhardts Anwalt sagt, der Verfassungsschutz habe 1999 vorgeschlagen, die Drei nicht wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung zu belangen, sondern nur wegen Sprengstoffbesitzes. Der damals zuständige Oberstaatsanwalt habe das jedoch abgelehnt.