Berlin (dpa) - Bei einer Gala in Berlin wird zur Stunde der 24. Europäische Filmpreis verliehen. Als großer Favorit gilt das Weltuntergangsdrama «Melancholia» des Dänen Lars von Trier, das bei der Verleihung zunächst den Preis für die Beste Kamera gewann.

Das Werk ging mit insgesamt acht Nominierungen ins Rennen. Der Regisseur reiste allerdings nicht an. Die Europäische Filmakademie zeichnet mit den Preisen den besten Film, die besten Regisseure, Schauspieler, Kameraleute, Drehbuchschreiber und Filmkomponisten aus.

Die erste Auszeichnung des Abends wurde in der Kategorie «Bester Animationsfilm» vergeben. Sie ging an den Beitrag «Chico & Rita» der Regisseure Fernando Trueba, Javier Mariscal, Tono Errando. Schauspieler Michel Piccoli (85) bekam als besondere Ehrung einen Spezialpreis - die Gäste applaudierten im Stehen.

Zwei weitere Preisträger standen bereits vorab fest: Der britische Regisseur Stephen Frears («Die Queen», «Gefährliche Liebschaften») wurde für sein Lebenswerk geehrt, der dänische Schauspieler Mads Mikkelsen («Casino Royale», «Adams Äpfel») für seinen Beitrag zum Weltkino.

Moderiert wird die Gala im Berliner Tempodrom von Anke Engelke. Über den roten Teppich flanierten Filmschaffende wie August Diehl, Volker Schlöndorff, Heike Makatsch, Alexandra Maria Lara, Sibel Kekilli und Katja Riemann.

Europäischer Filmpreis