Berlin (dpa) - Die Briten Tilda Swinton und Colin Firth sind beim Europäischen Filmpreis als beste Schauspieler geehrt worden. Wim Wenders' «Pina» gewann am Samstagabend in Berlin die Trophäe für die beste Dokumentation.

Firth bekam den Preis für «The King's Speech», Swinton für «We Need To Talk About Kevin». Beide waren nicht zur Verleihung angereist.

Der Drehbuch-Preis ging an die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne («Der Junge mit dem Fahrrad»), in der Sparte beste Regie setzte sich die Oscar-Preisträgerin Susanne Bier («In einer besseren Welt») durch. Schauspieler Michel Piccoli (85) bekam als besondere Ehrung einen Spezialpreis - die Gäste applaudierten im Stehen.

Als großer Favorit war Lars von Triers Endzeit-Drama «Melancholia» mit acht Nominierungen gestartet. Tom Tykwers Film «Drei» ging in der Sparte bester Schnitt leer aus, dort gewann «The King's Speech».

Wenders hoch gelobte 3D-Hommage an die verstorbene Wuppertaler Choreografin Pina Bausch könnte auch in zwei Kategorien beim Oscar-Rennen dabei sein. Eine Tänzerin aus Bauschs Ensemble sagte, der Film sei ein großer Trost gewesen. «Pina - du fehlst uns!» Wenders ist Präsident der Europäischen Filmakademie, die die Gewinner kürt. Er sei aber ahnungslos wie alle anderen Nominierten, hatte er am Anfang des Abends versichert.

Europäischer Filmpreis