Düsseldorf (SID) - Der Russe Witali Petrow schiebt angesichts seiner Hängepartie um den Verbleib in der Formel 1 nach dem überraschenden Comeback von Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen Frust. "Ich war natürlich überrascht, und natürlich bin ich auch enttäuscht", sagte der Russe dem SID, nachdem ihn das Lotus-Team für die kommende Saison noch nicht als Stammfahrer bestätigt hatte: "Ich drücke nun einfach die Daumen und hoffe, dass man mir doch vertraut. Ich bleibe natürlich optimistisch."

Das derzeitige Renault-Team hatte unter der Woche überraschend Ex-Champion Räikkönen verplichtet. Beim Automobil-Weltverband FIA hatte der künftig als Lotus fahrende Rennstall dann zunächst nur den Finnen gemeldet und den zweiten Fahrer offengelassen. Auf diesen Platz hoffen der bis dahin als gesetzt geltende Petrow, der zweite aktuelle Stammfahrer Bruno Senna und GP2-Champion Romain Grosjean. Der Anfang des Jahres bei einer Rallye verunglückte Robert Kubica wird bis auf weiteres nicht zurückkehren.

Die Verpflichtung Räikkönens hat Petrow nach eigenen Aussagen "völlig überrascht. Aber es war eigentlich eine positive Überraschung. Ich bin nahe der finnischen Grenze aufgewachsen und habe Kimi immer gemocht." Nun könnte Räikkönen den WM-Zehnten der abgelaufenen Saison das Cockpit kosten.