Kaiserslautern (dpa) - Der 1. FC Kaiserslautern steckt weiter im Tabellenkeller fest. Die Pfälzer kamen gegen Hertha BSC nur zu einem 1:1 und sind seit fünf Spielen sieglos. Berlin konnte mit dem Punkt gut leben.

24:6 Torschüsse, 5:0 Ecken, 16:2 Flanken - die Zahlen nach der Partie des 1. FC Kaiserslautern gegen Hertha BSC Berlin sprachen eine deutliche Sprache. Nur die beiden wichtigsten Ziffern fielen nicht zugunsten der «Roten Teufel» aus, die sich deshalb trotz drückender Überlegenheit mit einem 1:1 (1:1) begnügen mussten. «Natürlich ist das zu wenig, wenn man den Spielverlauf sieht», meinte FCK-Mittelfeldspieler Olcay Sahan geknickt. Berlins Trainer Markus Babbel war dagegen zufrieden. «Mit dem Punkt können wir sehr gut leben» sagte der Hertha-Coach, um den sich in der abgelaufenen Woche in der Hauptstadt alles gedreht hatte.

Weil Babbel immer noch nicht erklärt hat, ob er seinen auslaufenden Vertrag in Berlin verlängert, hatte es vor der Partie im Fritz-Walter-Stadion heftige Diskussionen gegeben. Durch den glücklichen Punktgewinn vor 36 856 Zuschauern auf dem Betzenberg verhinderte die Hertha immerhin, dass zu der Personal-Diskussion auch noch eine sportliche Debatte hinzukommt. Mit 19 Punkten rangiert der Aufsteiger als Neunter weiter im Mittelfeld der Tabelle und strebt einem ruhigen Weihnachtsfest entgegen.

Die Pfälzer verpassten es dagegen, sich mit dem dritten Heimsieg der Saison etwas Luft zu verschaffen. Immerhin stimmten nach der desolaten Leistung beim 0:1 in Nürnberg wieder Einstellung und Kampfkraft. «Die Mannschaft hat Herz und Leidenschaft gezeigt», lobte Trainer Marco Kurz. «Leider haben wir uns am Ende nicht belohnt.»

Zahlreiche hochkarätige Chancen ließen die Gastgeber aus. So war es fast schon typisch, dass der Führungstreffer in der fünften Minute aus einem spektakulären Eigentor der Berliners Roman Hubnik resultierte. Weil Rafael in der 14. Minute mit einer der wenigen Berliner Offensiv-Aktionen der Ausgleich gelang und der FCK danach auch beste Möglichkeiten nicht nutzte, mussten sich die Gastgeber mit dem Remis begnügen. «Berlin wollte hier heute nicht viel. Deshalb sind wir natürlich ein bisschen enttäuscht», meinte Lauterns Torhüter Kevin Trapp. Für Kaiserslautern war es das fünfte sieglose Spiel in Serie.

Vor allem in der Viertelstunde vor der Pause brachten sich die Pfälzer um eine bessere Ausbeute. Der FCK erspielte sich Gelegenheiten im Drei-Minuten-Takt. Florian Dick (31.), Tiffert (34.) und Kouemaha sowie Oliver Kirch mit einer Doppelchance (37.) schafften es aber nicht, den Ball im Berliner Tor unterzubringen. «Im finalen Bereich hat uns die letzte Entschlossenheit gefehlt», monierte Kurz.

Nach der Pause blieben die Hausherren zwar die spielbestimmende Mannschaft, konnten sich gegen die nun besser stehende Berliner Abwehr aber nicht mehr so in Szene setzen wie in der Phase vor dem Seitenwechsel. Lediglich Alexander Bugera wurde mit einem Fernschuss noch einmal gefährlich (51.). Von der Hertha war im zweiten Durchgang offensiv dagegen so gut wie nichts mehr zu sehen. «Immerhin haben wir besser verteidigt und den Fight angenommen», sagte Babbel.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 63,3 - 36,7

Torschüsse: 21 - 6

gew. Zweikämpfe in %: 49,6 - 50,4

Fouls: 18 - 16

Ecken: 5 - 0

VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05 2:2 (2:0)

Quelle: optasports.com