Bonn (dpa) - Zwei Tage vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn steht der erste Entwurf für die Abschlusserklärung. Es gebe aber «noch härtere Nüsse zu knacken, und es sind längere Verhandlungen zu erwarten», hieß es am Samstag aus der deutschen Delegation.

Es gehe darum, zu einer «glaubwürdigen gegenseitigen Verpflichtungserklärung» zwischen Afghanistan und der internationalen Staatengemeinschaft zu kommen. An der Afghanistan-Konferenz nehmen am Montag 85 Staaten und 16 internationale Organisationen teil.

Ziel ist es, die Weichen für die Zukunft Afghanistans nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen 2014 zu stellen. In der Abschlusserklärung soll umrissen werden, wie die Unterstützung in den Jahren danach aussehen kann. Es sollen aber auch Selbstverpflichtungen Afghanistans festgeschrieben werden.

Die Kontaktgruppe zur Vorbereitung der Konferenz mit Top-Diplomaten aus 55 Staaten hatte bis in die Nacht an dem ersten Entwurf gefeilt. Am Samstag sollen die Vorverhandlungen in großer Runde mit allen rund 100 teilnehmenden Delegationen fortgesetzt werden.

Pakistan hatte seine Teilnahme an der Konferenz am Freitag endgültig abgesagt. Die pakistanische Regierung soll aber über den Konferenzverlauf informiert werden.

Afghanistan-Seite der Bundesregierung