Kairo (dpa) - In Syrien hat es erneut heftige Gefechte zwischen Deserteuren aus der Armee und Regierungstruppen gegeben. Dabei kamen nach Angaben von Oppositionellen am Samstag mindestens 17 Menschen ums Leben.

In der Protesthochburg Idlib starben laut syrischer Beobachtungsstelle für Menschenrechte sieben regimetreue Soldaten, fünf Deserteure und drei Zivilisten. Zwei weitere Zivilisten seien in Homs getötet worden. Wegen einer Medienblockade der Regierung lassen sich Berichte aus Syrien nicht von unabhängiger Seite überprüfen.

Die Arabische Liga wollte im Laufe des Tages bei einer Sitzung des zuständigen Ausschusses in Katars Hauptstadt Doha über die Umsetzung der beschlossenen Sanktionen beraten. Katar hat den Vorsitz des Gremiums, dem auch die Außenminister Algeriens, Ägyptens, des Omans und des Sudans angehören.

Die arabischen Staaten hatten Ende November beschlossen, die Beziehungen zur syrischen Zentralbank auszusetzen, Vermögen von Regierungsmitgliedern einzufrieren und Investitionen zu stoppen. Damit will die Organisation Präsident Baschar al-Assad zwingen, den Gewalteinsatz zu beenden. Seit Beginn der Anti-Regime-Proteste im März starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 4000 Menschen.