Essen (dpa) - Unbekannte Giftstoffe haben zigtausende Fische im Essener Baldeneysee getötet. Zeitweise sei die Wasseroberfläche des Sees mit mehreren hundert Quadratmetern toter Fische bedeckt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Das Gift sei über einen Bach in den See geleitet worden. Wie es in den Bach gelangte, ist noch unklar. Die Ermittlungen liefen. Der Bach durchquert auf seinem Weg zum See ein Gewerbegebiet, wo er unterirdisch durch einen Kanal geführt wird. Der Baldeneysee im Essener Süden wird durch eine Aufstauung des Flusses Ruhr gebildet, der ihn durchströmt. Der See ist ein beliebtes Freizeitgebiet.

Spaziergänger hatten die toten Fische am Freitagnachmittag gemeldet. Die erste Polizeistreife habe dann bereits zigtausende verendete Tiere gemeldet.

Auch die Fischereibehörde, das Landesumweltamt, die Wasserbehörde und die Wasserwerke wurden verständigt. Ein Polizeihubschrauber suchte den Bach «Deile» nach möglichen Einleitungsstellen ab. Die Kripo übernahm die Ermittlungen. Wasserproben und verendete Fische würden nun genauer untersucht, um nähere Hinweise zu dem möglichen Verursacher zu erhalten.

Noch am Abend begannen Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und DLRG damit, die toten Fische zu bergen. Die entsprechenden Stellen im See wurden dazu mit Flutlicht ausgeleuchtet. Angler wurden flussabwärts mit Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, bereits geangelte Fische nicht zu verzehren.

Mitteilung Polizei