Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat gelassen auf das Wiederauftauchen seines Amtsvorgängers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) reagiert.

«Wir sollten Karl-Theodor zu Guttenberg und seine momentanen Aktivitäten nicht so wichtig nehmen», sagte der CDU-Politiker der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» und fügte hinzu: «Das gilt für alle: für ihn selbst, für die Politiker, aber auch für die Medien. Damit wäre allen am meisten gedient, auch ihm.»

Guttenberg schreibt in einem kürzlich erschienenen, mehr als 200 Seiten starken Interview-Buch, de Maizière habe 95 Prozent von seinen, Guttenbergs, Reformplänen für die Bundeswehr übernommen. Darauf angesprochen sagte der Verteidigungsminister: «Ich habe die Antwort auf die Frage, was ich an Reformplänen vorgefunden habe, schon zu Beginn meiner Amtszeit verweigert. Dabei bleibt es.»