Auckland (SID) - Hockey-Olympiasieger Deutschland ist ein Start nach Maß in die Champions Trophy in Neuseeland geglückt. Das Team von Bundestrainer Markus Weise bezwang am Samstag den Gastgeber mit 2:1 (1:1) und legte damit beim Turnier der acht weltbesten Teams den Grundstein für das Minimalziel Klassenerhalt.

Der Nürnberger Christopher Wesley erzielte in der 59. Minute den Siegtreffer für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB). Die Führung durch Thilo Stralkowski (9.) hatte Hugo Inglis (14.) für die Gastgeber ausgeglichen.

"Wir haben diese Partie verdient gewonnen, weil wir spielerisch die klar bessere Mannschaft waren. Es war eine gute mannschaftlich geschlossene Leistung meiner Jungs. Die deutlich früher mögliche Entscheidung hat nur die schlechte Eckenausbeute verhindert", sagte Weise. Sein Team konnte keine seiner sieben Strafecken verwerten.

Das Turnier läutet die heiße Phase der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in London ein. In der Vorrundengruppe B trifft der Weltranglistenzweite Deutschland noch auf den Erzrivalen Niederlande (Sonntag, 18.05 Uhr Ortszeit, 6.05 Uhr MEZ) und Südkorea (Dienstag, 12.05 Uhr Ortszeit, 0.05 Uhr MEZ). Das Oranje-Team bezwang die Asiaten zum Auftakt mit 2:0.

Im 18-köpfigen Kader von Bundestrainer Weise stehen zwölf Spieler, die im August in Mönchengladbach Europameister wurden. Prominentester Rückkehrer ist der Kölner Timo Wess, Kapitän der Olympiasieger-Mannschaft von 2008, der nach mehr als drei Jahren sein Comeback im DHB-Dress gab.

In der Gruppe A bezwang Titelverteidiger und Weltmeister Australien, der seinen vierten Champions-Trophy-Sieg in Folge anpeilt, Spanien mit 3:2. Großbritannien siegte gegen Pakistan 2:1. Mit elf Turniersiegen ist Australien Rekordchampion vor Deutschland, das insgesamt neunmal - zuletzt 2007 in Kuala Lumpur (Malaysia) - triumphierte.

Im September hatte der Hockey-Weltverband FIH dem ursprünglichen Veranstalter Indien das Turnier mit der Begründung entzogen, der indische Hockeysport halte sich in seiner Struktur nicht an die Statuten der FIH und der olympischen Charta. Ersatzgastgeber Neuseeland hatte daraufhin auch im Teilnehmerfeld den Platz von Indien eingenommen.