Sevilla (dpa) - Argentiniens Tennis-Team hat seine kleine Chance auf den erstmaligen Gewinn des Davis Cups gewahrt. Beim Finale in Spanien verkürzten die Gäste in Sevilla auf 1:2.

David Nalbandian und Eduardo Schwank sorgten im Doppel mit 6:4, 6:2, 6:3 gegen Feliciano Lopez und Fernando Verdasco dafür, dass die Entscheidung vor den beiden Schlusseinzeln am Sonntag vertagt wurde. Spanien fehlt aber weiter nur noch ein Sieg zum fünften Davis-Cup-Triumph.

Im Doppel zogen Nalbandian und Schwank von 2:2 im ersten Satz bis zum 4:0 im zweiten Durchgang davon und lagen auch im dritten gleich 2:0 vorn. Gegen das Linkshänder-Duo Lopez und Verdasco brachten die beiden Südamerikaner dann ihren Vorsprung nach Hause - sehr zur Freude der argentinischen Fans im Olympiastadion.

Dennoch haben die Gastgeber weiter beste Chancen. Den Erfolg könnte nun Rafael Nadal im Spitzeneinzel gegen Juan Martin del Potro unter Dach und Fach bringen. Während Nadal zum Auftakt am Freitag nur drei glatte Sätze gegen Juan Mónaco zum Sieg benötigte, stand del Potro bei seiner Fünf-Satz-Niederlage gegen David Ferrer 4:45 Stunden auf dem Sandplatz im Olympiastadion. Nadal, del Potro und Mónaco wurden während des Doppels am Samstag zur Dopingkontrolle gebeten.

Sollte sich Ex-US-Open-Sieger del Potro gegen Nadal behaupten, müsste die Entscheidung zwischen Ferrer und Mónaco fallen, der bisher für das Schlusseinzel vorgesehen ist. Änderungen sind aber möglich, auch ein Einsatz von Routinier Nalbandian wäre eine Option. Der 29-Jährige verlor nur fünf von 27 Einzeln im Davis Cup, im Doppel gelang ihm am Samstag der zwölfte Erfolg im 18. Match.

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